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Richtige Schlafumgebung fürs Baby

Vorsorge gegen den plötzlichen Kindstod © antjeegbert - Fotolia.com

Überwärmung, Überdeckung und Rückatmung zählen zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für den Kindstod, da sie die Aufwachschwelle hemmen: Die Aufwachreflexe des Kindes funktionieren nicht mehr adäquat und es wird durch seine eigenen Schutzreflexe nicht mehr richtig geweckt. Was kann dazu beitragen, für einen gesunden Schlaf des Babys zu sorgen?

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Risikofaktoren für Überwärmung und Rückatmung

Auf folgendes sollte verzichtet werden:

  • den gepolsterten Kopfschutz („Nestchen”) vor den Gitterstäben oder auch das Stillkissen im Bett, das dem Kind eine Begrenzung geben oder den kindlichen Kopf vor dem Kontakt mit den Gitterstäben des Bettes schützen soll
  • die Zudecke als Wolldecke, Daunen- oder Federkissen oder andere plustrige Decken, die mit sogenanntem antiallergischem Material gefüllt sind
  • das Schaffell als isolierende Unterlage im Bett
  • grosse oder viele Kuscheltiere
  • das Mützchen auf dem Kopf
  • die wasserdichte Moltonunterlage, die die Matratze vor Feuchtigkeit schützen soll
  • das Schlafen des Kindes im Bett der Eltern in enger Nähe zu deren Körpern und zugedeckt mit der Decke der Eltern
  • zu hohe Raumtemperaturen
  • zu warme Schlafbekleidung
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Verzicht auf Kopfbedeckungen

Der Kopf eines Kleinstkindes stellt im Schlaf mit 20 bis 25 Prozent die grösste unbedeckte Körperoberfläche dar, über die der kindliche Körper seine Temperatur massgeblich reguliert. Wird ein Teil des Kopfes oder der gesamte Kopf bedeckt, führt dies zwangsläufig zu einer schlechteren Wärmeabgabe und damit möglicherweise auch zur Überwärmung. Daher muss von jeglicher Bekleidung oder sonstigen Ausstattung, die das Risiko der Bedeckung oder Teilbedeckung des Kopfes des Kindes nach sich zieht, dringend abgeraten werden.

Halte jegliche Decken und Kissen aus dem Kinderbett fern! Ziehe deinem Kind nachts einen Schlafsack an.

Die richtige Schlafbekleidung

Im Haus braucht das Baby zum Schlafen in der Regel nicht mehr Kleidung als das grössere Kind oder der Erwachsene. Unterwäsche und ein Schlafanzug unter einem Schlafsack sind daher ausreichend. Im Sommer, wenn die Raumtemperatur höher liegt als 18° C, sollte das Baby eher weniger anhaben.

Wenn das Kind sich zu kühl anfühlt, sollte es besser etwas mehr Kleidung unter dem Schlafsack angezogen bekommen, niemals aber eine Decke zusätzlich über dem Schlafsack. Das ist aus den oben genannten Gründen gefährlich.

Das optimale Raumklima

Zur Vermeidung von Überwärmung und zugleich zur Verminderung der Anfälligkeit für Atemwegsinfekte, welche die Gesundheit eines Säuglings stark beeinträchtigen können, gehört ebenso die Einhaltung eines optimalen Raumklimas: gute Frischluftzufuhr durch mehrfaches Stosslüften am Tag für ca. zehn Minuten; eine Raumtemperatur von 16–18°C und eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 70 Prozent (messbar mit einem Hygrometer).

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